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Nikolaus und Krampus — das perfekte Duo am 5. Dezember

6. Juni 2026

In der österreichischen Tradition sind Nikolaus und Krampus untrennbar verbunden. Der eine belohnt, der andere mahnt. Zusammen bilden sie ein pädagogisches Duo, das seit Jahrhunderten Kinder begeistert — und ein bisschen einschüchtert.

Der heilige Nikolaus

Nikolaus von Myra war ein christlicher Bischof im 4. Jahrhundert, der für seine Großzügigkeit bekannt war. Der Legende nach rettete er drei Mädchen vor der Armut, indem er nachts Goldmünzen durch ihr Fenster warf. Er ist der Schutzpatron der Kinder und der Ursprung der Nikolaus-Tradition.

Am 5. oder 6. Dezember besucht der Nikolaus die Kinder. Er trägt:

Der Krampus — der dunkle Begleiter

Während der Nikolaus die Belohnung verkörpert, ist der Krampus die Konsequenz. Er ist das, was passiert, wenn man nicht brav war. In der klassischen Erzählung:

Good Cop, Bad Cop — auf Alpenländisch

Das Zusammenspiel von Nikolaus und Krampus folgt einem uralten Muster: Gut und Böse, Licht und Dunkel, Belohnung und Strafe. Psychologisch gesehen lernen Kinder dabei:

Der Krampus ist kein Kinderschreck — er ist ein Spiegel. Er zeigt den Kindern: Ihr habt die Wahl, wie ihr euch verhaltet.

Der typische Ablauf eines Nikolausbesuchs

  1. Ankündigung — Ketten rasseln, Glocken läuten. Der Krampus kündigt sich an.
  2. Einzug — Der Nikolaus betritt den Raum, gefolgt vom Krampus (der sich im Hintergrund hält).
  3. Das Goldene Buch — Der Nikolaus liest vor, was die Kinder gut gemacht haben — und was weniger gut war.
  4. Gebet oder Gedicht — Die Kinder tragen etwas vor (traditionell ein Gebet oder Nikolausgedicht).
  5. Ermahnung — Der Krampus rasselt mit den Ketten und brummt bedrohlich. Manchmal spricht er die Kinder direkt an.
  6. Geschenke — Der Nikolaus verteilt seinen Sack. Nüsse, Mandarinen, Schokolade.
  7. Abschied — „Seid brav!“ — und die beiden ziehen weiter zum nächsten Haus.

Moderner Nikolaus & Krampus

Nicht jede Familie hat Zugang zu einem klassischen Nikolaus- und Krampusbesuch. In der Stadt, im Ausland, oder wenn die Kinder noch zu klein für einen echten Krampus sind, gibt es Alternativen:

Tipp: Nikolaus und Krampus als Team

Für den besten Effekt: Erst den Krampus-Anruf machen („Der Krampus hat angerufen und gesagt, du sollst brav sein!“), dann am nächsten Morgen das Nikolaus-Sackerl vor die Tür stellen. Erst die Mahnung, dann die Belohnung — genau wie in der Tradition.

Krampusnacht weltweit

In den letzten Jahren hat der Krampus international an Bekanntheit gewonnen:

Die österreichische Tradition inspiriert die Welt — aber der echte, der originale Krampus, der kommt aus den Alpen.

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